• Letzte Woche war ich mit zwei Nymphensittichen beim Tierarzt. Bei der Henne war eigentlich klar, dass sie sehr stark Arthrose in den Beinen hat. Jedoch wollte ich sie dennoch Dr. Sandmeier vorstellen. Der Hahn kann seit einiger Zeit nicht mehr fliegen und hat eine Verdickung am Flügel. Auch seine Fussstellung lässt schwer zu wünschen übrig.

    Beide Vögel wurden untersucht und ein Röntgenbild angefertigt. Der Befund, nach dem Röntgen, der Henne war wie erwartet. Sehr schwere Arthrose in beiden Beinen. Und bei einem Bein sah es sogar so aus, als ob sie dort ev. sogar einen Bänderriss hatte und das Gelenk nicht mehr richtig liegt. Als sie ganz neu bei uns war, hatte sie einmal Probleme mit einem Bein, und dies wurde auch behandelt. Später ist uns keine Fehlbelastung mehr aufgefallen.

    Der Hahn hatte wohl als Jungvogel Rachitis. Dadurch seine Fehlstellung der Füsse. Auch die Flügelknochen sehen leicht gebogen aus auf dem Röntgenbild. In den Flügelgelenken hat sich auch schon Arthrose gebildet.

     


    Die Henne sitzt sehr auf ihren Beinen. Leider hatte sie vor Jahren auch eine Hormonstörung und deshalb keine Federn mehr am Hinterkopf.


    Bei ihm sieht man sehr gut, wie krumm er seine Füsse hält. Auch, dass der linke Flügel viel weiter unten ist, als der rechte.


    Bei beiden Vögeln kann operativ nichts erreicht werden. Auch werden beide nicht mehr besser gehen bzw. fliegen können. Doch gegen die Schmerzen kann ich etwas tun. Ich muss nun jeden Tag mind. 1-2x Metacam in den Schnabel geben. Vorbeugend, dass die Arthrose nicht noch schlimmer wird, bekommen sie noch Grünlippmuschel Extrakt. Dies geben der Medikamente ist natürlich mit grossem Stress für die ganze Gruppe verbunden (ich gebe nur 1x). Jeden Tag den Kecher schwingen kann es auf die Dauer nicht sein. Und sie sonst einfangen ist unmöglich, da ihr jetziges Quartier eine Raumhöhe bis 2.40 m hat und ich auch nicht problemlos an diverse Sitzstangen herankomme :(.

    Ich habe mich nun entschlossen, diese Beiden plus weitere zwei Hähne - welche zur Henne gehören - ins Hausinnere zu nehmen. (Zum Glück sind gerade diese vier Nymphies immer zusammen und auch die einzigen, welche nicht in die Aussenvoliere gehen.) Die Innenvoliere hat den Vorteil, dass ich die Vögel besser erwische. Auch werde ich versuchen, sie mit Medical Training an die Spritze zu gewöhnen. Dies wird aber sicher eine sehr lange Zeit dauern. Würde dies klappen, könnten sie dann irgendwann wieder zu den anderen Vögeln zurück.

    Den Winter über werden sie aber sicher drinnen sein, was ihren Gelenken sicher auch besser tut. Werde berichten, wie es weiter geht.


    Habt ihr auch schon Erfahrungen mit Arthrose bei eueren Vögeln gemacht?

  • Hallo Sue

    Mein alter Freund,die Amazone hat mit ihren mindestens 45 Jahren auch Arthrose und auch grauen Star.Ab und zu bekommt er ein Medikament,auch von Dr.Sandmeier.Er ist halt einfach sehr tollpatschig und klettert nicht mehr so schnell am Gitter wie in jungen Jahren.Manchmal überlegt er sich,ob er jetzt wirklich eine Nuss vom Boden holen soll .Ich selbst habe ja auch Arthrose im unteren Rücken und Hüfte,mehrere Rücken-OP s und kann 1:1 nachfühlen wie schmerzhaft das an manchen Tagen ist.


    Gruss Heinz

  • Hallo Heinz

    Danke für deine Antwort.

    Das ist ja auch schon ein rechtes Alter. Als ich bei Dr. Sandmeier war, war auch gerade eine Amazone mit Arthrose dort, 58 Jahre!! Meine Nymphie Henne ist eben erst 12 Jahre...., beim Hahn weiss ich es nicht, aber ich denke auch so gegen 10 Jahre.

    Ja, der liebe Rücken, kenne das ja auch...und ja, Arthrose kann sehr schmerzhaft sein!

  • Letztes Wochenende wurden viele Möbel gerückt und all meine vielen Kräutergläser gezügelt. Denn am nächsten Wochenende kommt unsere neue Innenvoliere :glucklich 13::glucklich 13:. Bis dahin heisst es für mich noch viele Äste schneiden, Sitzgelegenheiten und Beschäftigungssachen herstellen oder kaufen. Gibt also noch einiges zu tun. Freue mich aber sehr. Die Möbel waren wohl der grösste "Chrampf".

    Die Medikamenten Abgabe habe ich von täglich auf 1-3x wöchentlich umgestellt. Die Henne bewegte sich wieder viel besser, was dazu führte, dass ich sie kaum noch einfangen konnte. Ich musste sie regelrecht jagen. Da war mir das Risiko zu gross, dass sie sich noch ernsthaft verletzen könnte. Sie war nun so lange ohne Medis, da kommt es nun auf 2 Wochen länger auch nicht mehr an.

     


    Hier kommt dann die neue Voliere hin. Durch die Holzwand sind sie doch etwas geschützt. Der angrenzende Teil ist mein Büro etc.. Da ich viel hier bin, habe ich dann sehr viel Kontakt zu den Vögeln und dann beginnt dann auch das Training :glucklich 11:.

  • Neiiiiin, stauben deine Vögel?:glucklich 1::glucklich 1::glucklich 1:

    Doch, klar. Wir hatten ja früher schon eine Innenvoliere und diese war noch grösser und einige Vögel mehr drin, und der Boden war eingestreut. Und auch im Winterquartier, wenn alle Fenster drin sind, ist der Federstaub extrem. Da heisst es eben viel, viel putzen. Es wird jeden Tag Staub gesaugt (manchmal auch mehrmals), der Boden nass aufgenommen. Ich habe dort auch kein Einstreu mehr, darin bleibt der Staub noch viel mehr liegen. Im Winter gibt es dann noch drinnen einen Luftbefeuchter, welcher aber auch reinigt. Im Winterquartier möchte ich diesen Winter einen Luftreiniger montieren. Meine Bronchien finden den Staub nämlich auch nicht toll. Habe sogar schon eine Schutzmaske bereit liegen für diese Zeit =O.

  • Naja ,von den Edelpapageien sagt man,dass sie überhaupt nicht stauben sollen,doch mein früheres Winterquartier,die Waschküche, sagt da etwas anderes. Das Haus in dem allesamt jetzt hausen,ist extra dafür gebaut worden und da spielt es mir weniger eine Rolle.Das Thema "Ionisator " war vor Jahren bei den Züchtern/Haltern in aller Munde,hab mir damals einen gekauft,doch der durchschlagende Erfolg war das nicht.Müsste ihn wieder einmal hervorkramen. Einen Luftreiniger mit einem Wassertank steht auch noch von damals im Keller. Vielleicht war das jetzt gerade der Impuls,den wieder einmal einzusetzen.


    Gruss Heinz

  • Das Abstauben nehmen einen die Geräte sicher nicht ab. Aber ein bisschen bringen sie sicher etwas. Wenn ich an all das Schmutzwasser denke, dass ich jeden Tag entsorgte :huh:. Und in den Innenräumen ist im Winter die Luft eh zu trocken, wegen der Heizung...

  • Letzten Sonntag durften die neue Voliere bezogen werden. Alle Korkschaukeln wurden sehr gerne angenommen. Sind sie doch sehr gut, für unsere Arthrose Henne. Natürlich dürfen diese auch fleissig benagt werden :glucklich 13:.

    Nach einer Eingewöhnungszeit werde ich dann mit dem Medi-Training beginnen.


       

  • hallo zusammen. Ich habe bei wellensittichen gute erfahrungen gemacht mit verdünntem brennesseltee. Ein bisschen ins hauptwasser. Ebenfalls reagieren wellis super auf globuli. ich meine ich hatte meinem solidago (goldrute) (niere) gegeben.... es ging ihm super damit. ich meine ab und zu auch berberis gegeben zu haben. Das buch "neues heilen" von rosina sonnenschmitd hat mir in vielen situationen geholfen. Liebe grüsse

  • Hallo captain

    Vielen Dank für deine Tipps <3. Ich nehme an, dass du die Globuli auch ins Wasser getan hast? Mit Tee habe ich es auch schon versucht. Leider sind meine Vögel alle sehr heikel, wenn irgend ein Geschmack im Wasser ist. Werde aber auch dies wieder probieren.

    Das Buch von Rosina Sonnenschmidt ist leider schon lange vergriffen. Ich habe es schon öfter mal gesucht, leider jedoch nie gefunden...

  • Liebe Cooky


    Hier der richtige, ausgeschriebene Name vom Buch - es ist derzeit gebraucht bei Amazon erhältich - Ich kann es Dir wirklich SEEEHHHHR empfehlen:-). Es öffnet Welten!!!!!!

    Vögel: Akupunktur, Homöopathie, Bach-Blütentherapie, Kinesiologie (Taschenbuch)

    von Rosina Sonnenschmidt (Autor), Marion Wagner (Autor)



    Ich habe für Wellensittiche 2-3 Globuli im Wasser zerrieben und reingestellt. Bei grösseren Vögeln kann man sie ihnen direkt oder z.B. in der Frucht geben - soweit ich mich erinnere. Globuli sind aus Milchzucker... Ich pausiere immer wieder. Oder gebe dann verdünnten Tee (nicht immer Globuli). Zuviel Zucker ist sicher nicht gut - schon gar nicht bei Megabakterien...


    Du kannst Deinen Patienten mit dem Wasser ansprühen, dann nimmt er es mit Putzen auf.


    Nieren- und Leber-anregende Mittel können ev. bei Arthrose helfen... Mein Welli wurde mit Brennesseltee, Solidago-Globuli und Majoran-Samen (jetzt im Garten abernten!!!) wieder sehr mobil.


    Gerade auch bei Antibiotika/Metacam ist es sinnvoll die Niere/Leber zu unterstützen, da diese sonst die Medikamente nicht mehr abbauen können.


    Folgende Globuli werden im Buch unter "Störungen im Leber- oder Nierenstoffwechsel" beschrieben. Man kann auch eine "Frühjahrskur" oder eine Kur nach Antibiotika machen. Eine Woche z.B. Berberis, dann eine Woche Solidago etc.... Siehe unten die Pflanzen bzw. Globuli


    Im Buch stehen natürlich noch die genauen Krankheitsanzeichen, was für Dich wichtig wäre zu lesen.... Globuli wirken bei Wellensittichen quasi umgehend. Das sehe ich immer bei Erkältung (sofort Echinacea geben) und den anderen, die nichts haben, hat es bislang noch nicht geschadet. Seit ich mit Globuli arbeite, gerade Niere unterstütze, geht es meinen Wellis viel besser. Hier also die Pflanzen für die Kur und die sicher Deinem Nymphen auch nicht schaden.


    Im Buch werden als Menge jeweils 5 Globuli empfohlen (Ich glaube für grössere Vögel - bestimmt für Nymphen ok). Ich habe meinen Wellis 2-3 Stück Globulis verabreicht im Wassernäpfchen. Hier die Pflanzen/Globuli, die gut für Niere/Leber sind:


    - Solidago virgaurea (Goldrute), D2 (Erhöht Ausleitfähigkeit der Nieren. Zur Anregung des Stoffwechsels bei Hauterkrankungen und Leberleiden)

    "Die Goldrute kann, zusammen mit Berberis, bei Gicht zur besseren Ausscheidung der Harnsäure verabreicht werden. Auch bei akuten und chronischen Nierenentzündungen ist sie angezeigt."


    - Berberis vularis (Gemeine Berberitze), D4 (Gicht, soll auch bei Niereninfektion helfen) (verbessert Nierenfunktion und erhöht die Ausscheidung harnsäurepflichtiger Substanzen.)


    - Cardius marianus (Mariendiestel), D2 oder D4 (Leberentgiftend, leberschützend, galletreibend, verdauungsfördernd, vermag neue Leberzellen zu bilden, wirkt der Fettleber entgegen)


    - Flor de Piedra (Steinblüte), C30 (erneuernde Wirkung auf die Leberzellen, verbessert die Durchblutung des Leberparenchyms und wirkt dadurch entgiftend. Normalisiert den Kohlehadrathaushalt und Stoffwechsel)




    Viel Glück!!!

  • Hallo captain

    Wow, vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich habe mir das Buch nun bestellt. Auch noch zwei weitere von ihr :love:.

    Globuli kenne ich sonst schon. Echinacea brauche ich regelmässig, aber auch andere. Egal ob für Tier oder Mensch. Dann bin ich gespannt auf die Bücher. :)