Gelähmte Füsschen

  • Vorgestern Nacht hatten meine Wellis - trotz "Nachtlicht" - einen schwereren Angstanfall und sind rumgeflogen.


    Bis ich aufgestanden und das "grosse Licht" anzünden konnte, ist natürlich etwas Zeit vergangen.


    Gestern habe ich gesehen, dass einer meiner Jungvögel beide Beine/Füsschen gelähmt hat - fliegen tut er jedoch normal, ebenso esse/trinken u.s.w.
    Auch vom Verhalten her kann ich Nichts "abnormales" feststellen.


    Nun ist er separiert und mit einem flugunfähigen Welli in einer Nistbox untergebracht, wo er gut an Fressen und Wasser herankommt.


    Aber nun stellt sich die Frage... wie weiters?
    Für mich stellt sich hier schon die Frage, ob einschläfern oder nicht - falls es nicht wieder kommt, oder er geschickter wird (-> eure Erfahrungen?).
    Denn ich denke, die Lebensqualität ist doch zu sehr eingeschränkt, wenn er nur noch auf gerade Flächen auf dem Bauch liegen kann - plus: so kann ich ihn keinesfalls zu dem Rest rauslassen.

  • Was meinst du mit beide Beine gelähmt? Kann er nicht mehr stehen?


    Dann kann es sein das er runtergefallen ist und sich im schlimmsten Fall die Beine gebrochen hat.
    Das müsste man dann dringend abklären und Röntgen. Wenn sie gebrochen sind, wäre das wohl bei einem Welli eher das Ende denke ich mal.
    Bei Papageien kann man schienen und schrauben. Bei den Wellis mit ihren dünnen Beinchen wird das wohl leider nicht gehen.
    Die Praxis Demarmels/Christens in Dietlikon hat am Samstag Morgen offen. Ruf doch früh mal an ob du einen Termin kriegst...
    Sonst Tierspital bei der Uni Irchel, die haben eigentich ziemlich immer auf. Auch an den Festtagen.


    Daumen drück...

  • Andy : Nein - gebrochen sieht es nicht aus.
    Die Stellung der Füsschen ist mit allen 4 Zehen gegen "vorne".
    Wenn man ihn anfasst ist auch kein Muskeltonus in den Füsschen vorhanden (-> also kein "Greifreflex").
    Wenn er die Beine gebrochen hätte, so hätte er auch Schmerzen, wenn er darauf "auf dem Boden rumrutscht", oder wenn ich ihn wie heute abtastete.


    Persönlich tippe ich eher entweder auf Schlaganfall oder halt bei Kollison mit Wand/Baum/what-ever leicht geschädigtes Gehirn.


    Ich hatte mal eine Henne mit den gleichen Problem - auch nach einem "Panikanfall":
    Sie war/ist jedoch von Anfang an viel, viel geschickter gewesen plus zahm (was er nicht ist), so dass ich sie täglich min. 2 mal in die Hand "legte" und die Füsschen massierte und mit ihr zusammen veruchte, diese wieder zu bewegen -> was ihr jeweil sehr gefiel und sie kam für ihre "Sessions" auch jeweils schön brav her (und ich nahm dementsprechend an, dass es ihr somit auch gut getan hat). Auch wurden jeweils nach den Übungen die Füsschen bei ihr "weicher" und beweglicher.
    Bei ihr ist es dann nach glaub 2/3 Monaten langsam wieder gekommen und unterdessen ist sie wieder komplett normal.
    [Blockierte Grafik: http://foto.arcor-online.net/palb/alben/40/575140/3231616535373534.jpg]


    Das Gleiche kann ich beim Kleinen nicht machen - er hat Stress beim in die Hand nehmen.


    Deshalb auch meine Frage nach euren Erfahrungen -> denn wenn der Vogel weder zahm, noch geschickt oder eine Kämpfernatur ist, kann ich nicht viel helfen.
    Und unnötig lang quälen, möchte ich ihn auch nicht.


    Aktuell ist er mit weicher "Nistkasteneinstreu" untergebracht in einer Nistboxe und schläft am Boden.


    z.b. hatte ich letzthin hatte ich ein ca. 10 Tage altes Kücken, das immer wieder aus dem Nistkasten raus ist - irgendwann ist es dann so dumm hingegangen, dass einer der Wellis von aussen es "erwischt" hat und es hatte den gesamten Oberschnabels (die Hälfte davon bis in die Wachstumszone) blutig und weg. Ich habe sie an sich schon abgeschrieben, da sie auch verletzt nach wie vor rausging und fast kein Futter mehr abbekam, aber die Henne ist/war so eine Kämpfernatur, dass ich sie schlussendlich von Hand aufgezogen habe. Die eine Hälfte wächst nicht mehr nach und der Unterschnabel muss alle paar Wochen geschnitten werden - aber sie ist nun ca. 3 Monate alt, isst selbstständlich und hat kein Problem damit, wenn ich sie von Zeit zu Zeit in die Hand nehme und den Schnabel wieder zurechtschneide.


    Auf die andere Seite hatte ich auch schon einen anderen Welli mit Handicap - der gab sich keine Mühe/gab sich auf und bei dem habe ich zu lange gewartet (da ich dachte, dass er es evt. doch noch machen würde).
    In dem Fall hätte ich ihm einen Gefallen getan ihn früher einzuschläfern, bei dem Kücken und der violetten Henne hingegen hätte ich 2 absolut tolle Tiere verloren.


    Sorry für den langen Beitrag - ich mache mir halt schon recht viele Gedanken, wie der nächste Schritt aussehen soll und bin mir nicht sicher.


    PS: In den Irchel Spital gehe ich persönlich nie, nie wieder!!!

  • Ich würde den Kleinen auch dem TA vorstellen. Er könnte ja auch innerlich eine Verletzung haben. Oder nur eine sehr starke Zerrung. Vielleicht reicht es aus, wenn du ihm ein Schmerz- und Entzündungshemmendes Mittel geben kannst, wenn die Schmerzen weg sind, belastet er vielleicht auch wieder.


    Sonst ist es schon schwierig, wenn er nur liegt. Fällt er denn auf die Seite oder sitzt er auf den Füssen? Wäre im Gehirn etwas verletzt, müsste er doch eigentlich auch Gleichgewichtsstörungen aufweisen.

  • Wie geht es dem Kleinen eigentlich inzwischen?


    Meine Xeni hat auch ein geschwollenes Fussgelenk, sei aber keine Entzündung meint der Doc. Werde sie mal Röntgen lassen müssen um es genauer zu wiessen. Er vermutet könnte Artrose sein. Werde sie jetzt mal intensiv beobachten, um zu sehen ob es nur dick ist oder sie das Füsschen auch schont.

  • Serafina :


    In den darauf folgenden Tagen hat der Jungvogel immer mehr an Gleichgewicht verloren. Zuerst ist er noch auf den "Beinen" gestanden, dann fing er an zuerst auf die eine Seite abzukippen und das Auge auf der Seite bliebt zu plus der Flügel hing runter, dann wurde die andere Seite auch unstabil und er frass nur noch wenig -> ich liess ihn einschläfern, ohne weiters abzuwarten.