vogeltuberkulose

  • Hallo Zusammen,


    Leider habe ich momentan gar nichts schönes zu berichten. Bei mir im Schwarm ist Tara an Vogeltuberkulose erkrankt. Diese Krankheit kann für Menschen ansteckend sein und betrifft wohl den ganzen Schwarm, auch wenn es nicht bei allen Vögel ausbrechen muss. Bin grad total verzweifelt. Morgen muss ich Tara euthanasieren lassen, auch Kimmy, welche ebenfalls Symptome zeigt. Leider kann man Vogeltuberkulose nicht sicher nachweisen, daher muss ich diesen Schritt zum Wohle der anderen Vögel tun :traurig 9:


    Wollte nur mal nachfragen, ob jemand zu diesem Thema Erfahrung hat? Bisher habe ich die Meinung von Herrn Sandmeier. Er hatte das aber eigentlich auch noch nicht bei Nymphies. Was mich besonders irritiert, ich habe oft Besuche von Leuten mit Kleinkindern und Babys und arbeite auch mit kleinen Kindern. Kann man eine Übertragung wirklich ausschliessen? Was wäre wenn sich ein kleines Kind bei mir ansteckt, wäre das tödlich oder einfach eine schlimme Grippe? Dann habe ich ja noch 3 Katzen im Haushalt, theoretisch könnten diese sich ja auch anstecken, oder?


    Vielleicht weiss jemand was darüber. Ich bin ziemlich unsicher und verzweifelt. Möchte gerne noch eine Zweitmeinung einholen, weiss aber nicht wo. Hr. Sandmeier sieht es relativ pragmatisch, er hat sogar gesagt, ich dürfe zwar meine Vögel nicht abgeben, wegen der TB Gefahr, ich könne aber für Milos, der nach dem Tod seiner Tara alleine wäre, eine Henne holen. Die Gefahr, dass diese daran erkranke, sei nicht viel grösser, als wenn sie irgendwo anders, an etwas anderem tödlich erkranke oder beim Freiflug entwische.


    Anderseits soll ich keine Kinder mehr ins Vogelzimmer lassen und sollte ein Übergewand im Vogelzimmer anziehen.


    Keine Ahnung, was ich tun soll. Nur die Euthanasie von Tara und Kimmy, darum scheine ich nicht herumzukommen.

  • Hoi Tara
    das hört sich ja nicht gerade gut an. Werde heute Abend mal einen bericht schreiben was ich so zu diesem Thema finden kann. Soviel ich aber meinte war es sogar Herr Sandmeier der mal sagte das es auch fälle gab welche Vogeltuberkulose nach langer Zeit nicht mehr nachgewiesen werden konnte.... Bin mir aber gerade nicht mehr sicher.
    Wie gesagt, weiteres heute Abend.


    Gruss


    Harry

  • Hallo Jasna


    Das tut mir leid wegen Tara und Kimmy.
    Ich wünsche Dir viel Kraft.


    Leider kenne ich mich mit der Vogeltuberkulose noch gar nicht aus. Falls ich aber etwas Interessantes finde, werde ich Dich informieren.


    Liebe Grüsse


    Tina

  • Hallo Tara
    leider sehr schlechte Nachrichten:


    So das war mal das sehr schlechte. Nun meine Frage:
    [list=1]
    [*]Hat Herr Sandmeier schon die Tuperkulinprobe gemacht?
    [*]Warst du schon bei einem zweiten (Vogelkundigen) TA?
    [/list=1]
    Für einen zweiten Untersuch würde ich dir Frau Christen oder Herr Nicca vorschlagen.
    Adressen:
    Tierarzt:
    Christen Cornelia
    Dr. Kleintierpraxis Zentrum, Spezialistin für Vögel, Reptilien und Nager, Sprechstd. n. Vereinb.
    Bahnhofstrasse 38
    8305 Dietlikon ZH 044 805 39 39

    Tierarzt:
    Nicca Beat
    Dr. med. vet. Klein- u. Zootierpraxis Sprechstd. n. Vereinb.
    Obergasse 11
    8180 Bülach ZH * 044 860 54 86

    Alle drei (natürlich auch Herr Sandmeier) sind so richtige Vogelkundige TA's. Vielleicht gibt es ja doch noch eine bessere Diagnose (vor allem wenn noch kein Test gemacht wurde würde ich an der Diagnose "zweifeln" denn auch der beste TA kann sich Irren).


    Gruss und viel Kraft wünscht


    Harry

  • Hallo Jasna


    Nach dem was ich in meinem Kompendium nach gelesen habe, kann ich mich da Harry's Ausführungen nur anschliessen.


    Betreffend der Pryphylaxe habe ich noch Folgendes gefunden:

    Zitat

    Nach Entfernung und Tötung infizierter Tiere aus dem Bestand müssen die kontaminierten Käfige bzw. Volieren mit tuberkuloziden Desinfektionsmitteln behandelt werden. Alle Kontaktvögel sollen für zwei Jahre in Quarantäne gestellt und vierteljährlich mittels Kotprobe und Serologie kontrolliert werden. Um die Gefahr einer Erregereinschleppung zu verringern, sollten alle Neuzugänge prophylaktisch in Quarantäne gestellt und im Rahmen einer Kontrolluntersuchung auch auf das Vorkommen von Mykobakterien untersucht werden.


    Ich hoffe, dass Dir eine Zweitmeinung noch weiterhilft.


    Liebe Grüsse


    Tina

  • Vielen Dank für eure Infos! Musste am Di. notfallmässig in den Spital (hatte Gallensteine wie sich herausstellte) und bin erst heute wieder zurückgekommen. Ich habe noch von anderen Ärzten andere Infos bekommen, ist echt schwierig was wohl stimmt. Z.T. steht, dass ich Tara doch nicht euthanasieren muss?


    Harry, Hr. Sandmeier hat das Gewebe eingeschickt, dass Tara über dem Auge gewuchert ist, dort konnte man diese Tuberkulosebakterien feststellen. Daher gehe ich davon aus, dass dieses Ergebnis ziemlich sicher ist.

  • Hallo,


    Wollte nochmals informieren. Ich werde morgen Tara euthanasieren lassen und bei der Obduktion wird sich dann endlich rausstellen, ob es der für Menschen gefährliche Erreger ist oder ein anderer.


    Das Einschläfern fällt mir total schwer :traurig 9: Aber ich kann mich nicht weiterhin vor einer Entscheidung drücken. Momentan ist eh alles etwas liegen geblieben, weil ich ja im Spital war und seither dauernd krank bin. Mein Immunsystem reagiert wohl auch auf den Stress. Jedenfalls muss ich heute- krank hin oder her- endlich mein Vogelzimmer putzen, das ich schon seit 4 Wochen nicht mehr geputzt habe (normalerweise putze ich alles alle zwei Wochen). Es ist einfach nur schrecklich, wies grad aussieht. .


    Weiter bin ich noch nicht gekommen, was die Krankheit angeht. Habe noch 3 andere Meinungen aus Deutschland eingeholt. Tja, leider ist die Spannweite extrem! Es geht von: keine Panik, nur gut lüften und Tara muss gar nicht eingeschläfert werden, der Erreger wird eh nicht von Vögeln, sondern von Nutztieren wie Schweinen auf den Menschen übertragen.... Bis: Alarm, alles täglich mit Mundmaske desinfizieren und keine Menschen mehr in die Wohnung lassen.


    Wie soll man da noch klar sehen? Ich verfolge jetzt die Linie von Hrn. Sandmeier, welcher eine pragmatische Art und moderate Meinung dazu hat. Er sieht es auch relativ locker. Aber wie gesagt, keine Ahnung, ob das wieder zu unbesorgt ist.

  • Hallo Jasna,
    es tut mir sehr leid, das du Tara einschläfern lassen musst. :traurig 12:
    So ein Schritt ist wahrlich nicht leicht und ich hoffe sehr das die Obduktion nun zum vorschein bringt, wie gefärlich die Tuberkulose ist.
    Ich wünsche dir und deinen Nymphies alles gute.

    BUIDSIDH GO BRÀCH! :glucklich 17:


    Manu und das Budgie-Team:
    Rìomhach, Shona, Time Bandit, Yukon, Arkona, Apollo, Rhea und Kassandra

  • Für alle die der Verlauf dieser Tbc Geschichte interessiert: es ist inzwischen klar, dass es sich um den Erreger mycobacterium genavese handelt. (Tara wurde obduziert). Dieser Erreger ist nicht ganz so schlimm, wie der, den wir befürchtet hatten. Allerdings ist er ebenfalls theoretisch auf Menschen übertragbar, zumindest auf immunschwache.


    Tara einzuschläfern fiel mir sehr schwer. Allerdings war ihr Auge schon wieder geschwollen, sie wäre wohl eh früher oder später verendet. Daher konnte sie jetzt bis an ihren letzten Tag die Zeit mit Milos geniessen und musste nicht leiden.


    Die anderen Vögel sehen noch sehr gut aus und sind weiterhin fit und munter. Tara hatte eine untypische Symptomatik mit ihren Schwellungen am Auge. Anscheinend zeigt sich die Krankheit wirklich meist durch Abmagerung und Apathie. Das stelle ich zum Glück bisher bei keinem fest. Also drückt mir bitte die Daumen, dass dies so bleibt...