Ein wirklich guter Beitrag über den Walfisch Timmy von Ivo Kultermann😥😥😥
Gruss Urs
Er schreibt:
Heute ist ein sehr guter Tag, um die verkehrte Welt mal in Zahlen zu zeigen.
Ich mache seit Jahren Content über Eigenverantwortung. Über Freiheit im Kopf. Über Dinge, die Menschen wirklich weiterbringen. Ich beantworte Fragen von Menschen, die ich noch nie gesehen habe. Ich teile Wissen, das sich in der Praxis bewährt hat. Nicht perfekt, aber ehrlich. Nicht immer bequem, aber hilfreich.
Und weißt du, wie sehr das viele interessiert.
Kaum.
Du kannst jemandem zeigen, wie er aus dem Hamsterrad kommt, wie er sein Leben strukturierter, freier, stärker macht und die meisten scrollen weiter. Weil es in ihrer Welt nicht um Verantwortung geht, sondern um Ablenkung. Nicht um Inneres, sondern um Außen. Nicht um Veränderung, sondern um Betäubung.
Sogar bei Freunden, Bekannten, Familie ist es oft so. Du steckst Herz und Hirn in ein Buch, in ein Projekt, in etwas Echtes und am Ende steht es bei den wenigsten im Regal. Nicht, weil sie böse sind. Sondern weil du in ihrem Alltag nicht wichtig bist. Zum Glück nicht bei allen. Aber bei vielen.
Und dann kommt Timmy.
Ein Post über ein verendetes Tier und plötzlich geht die Tür auf. Nicht ein bisschen. Sondern komplett. Der Beitrag hat über 184.000 Aufrufe, über 124.000 Menschen erreicht und über 15.000 Interaktionen ausgelöst. Und ja, da waren viele gute Stimmen dabei. Menschen, die nachdenken, die diskutieren können, die verstehen, dass man auch bei einem emotionalen Thema noch klar bleiben darf.
Aber dann kommt die zweite Welle.
Die Fenstergucker. Die Moral Touristen. Die Menschen, die im eigenen Leben nichts regeln, aber im Internet die Welt retten wollen. Die nicht diskutieren, sondern verurteilen. Die nicht verstehen wollen, sondern schlagen. Die nicht an Lösungen interessiert sind, sondern am Gefühl, auf der richtigen Seite zu stehen.
Und dann wird aus Tierschutz plötzlich eine Bühne. Nicht für das Tier, sondern für das Ego.
Sie hassen nicht nur den Post. Sie hassen die Idee dahinter. Sie hassen den Spiegel, den man ihnen hinhält. Und ich merke, wie ich dieses Wort Hass selbst nicht mehr gern benutze, weil es sich zu hart anfühlt für ein erfülltes Leben. Aber die Energie ist genau das. Reine destruktive Lust am Dagegensein.
Und dieses ganze Schauspiel zeigt mir wieder, wie weit wir als Gesellschaft teilweise weg sind vom Eigentlichen.
Wir reagieren auf Schlagzeilen, nicht auf Ursachen.
Wir kommentieren Drama, nicht Verantwortung.
Wir kämpfen im Außen, damit wir im Inneren nichts verändern müssen.
Dabei ist der Weg so simpel und gleichzeitig so unbequem.
Wenn du wirklich etwas verändern willst, dann fang bei dir an. Nicht in meiner Kommentarspalte. Nicht unter irgendeinem viralen Post. Bei dir.
Und ich will nicht ohne Aufgabe enden.
Beim nächsten Mal, wenn deine Fingerspitzen kribbeln und du unbedingt deine Wut in die Welt tippen willst, leg das Smartphone weg. Geh raus. Sammle eine Stunde Müll auf. Zwei Stunden, wenn du richtig geladen bist. Und dann komm zurück. Du wirst lachen über deine Wut. Und du hast etwas getan, das wirklich nach Veränderung riecht. Nicht nach Selbstdarstellung.
Danke Timmy, für dieses geniale, unabsichtliche soziale Experiment.
R.I.P. ![]()
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