Angepinnt Racletteofen & Co.

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Banner

    • Racletteofen & Co.




      Zwar werden wir noch mit herrlichen warmen Herbsttagen verwöhnt, jedoch werden die Tage schon wieder kürzer. Auch sinken nun bald die Temperaturen. Einige Vögel werden aus der Aussenhaltung in die Innenhaltung umquartiert. Auch dem Mensch ist wieder nach wohliger Wärme. Die Heizung wird im Haus eingeschaltet und auch beim Essen mag man es oft wieder wärmer und deftiger.

      Antihaftbeschichtete Bratpfannen und auch das Raclette-Öfeli mit seinen beschichteten Pfännchen kommen wieder vermehrt zum Einsatz. Antihaftbeschichtungen bestehen aus einem Kunststoff Namens Polytetrafluorethylen (PTFE). Dieser Belag soll verhindern, dass gekochtes Essen sich in der Pfanne anhaftet. Eigentlich vom Zweck her eine gute Sache, jedoch für kleine Tiere (Vögel, Hamster, Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, Kaninchen, kleine Hunde, Katzen etc.) keine gesunde. Für den Menschen ist die Menge an giftigem Dampf, welche bei normalem Kochen freigesetzt wird, ungefährlich.

      Eines der gefährlichsten Geräte für kleine Tiere ist sicher der Raclette Ofen mit seinen beschichteten Pfännchen. Aber auch Bratpfannen, Waffeleisen, Sandwichtoaster, Pizzaöfen, Crêpe Bräter etc. sind meist mit PTFE beschichtet.

      Pfannen werden teils sehr stark erhitzt. Manchmal sogar auch auf dem Herd kurz vergessen, was zu starken Dämpfen kommen kann. Diese Dämpfe entstehen durch eine chemische Zersetzung. Genau gesagt wird eine stark wasserziehende Fluorverbindung freigesetzt. Diese Gase werden eingeatmet und können massive Gewebsveränderungen (zB. Lungenbluten bei Vögeln) hervorrufen. Dabei spielt das Lungenvolumen des Tieres keine Rolle. Jedoch die Grösse des Tieres. Schnell ist der kleine Körper mit dem Giftgas gefüllt und dies führt deshalb zum Tod. Leider gibt es keine effektive Notfalltherapie.

      Anzeichen für eine Vergiftung kann ein Taumeln, schweres Atmen oder Orientierungslosigkeit sein. Vögel stürzen nach kurzer Zeit von der Stange und leiden unter schweren Muskelkrämpfen. Der Todeskampf dauert meist nur noch einige Minuten, jedoch ist eine Rettung in diesem Stadium zu spät.

      Bemerkt man die Vergiftung schon sehr früh, wenn zB. der Vogel noch auf der Stange taumelt, sollte das Tier sofort an die frische Luft gebracht werden. Ist dies nicht möglich, muss die Wohnung sofort sehr gut durchlüftet werden. Hat das Tier Glück, erholt sich seine Lunge und es darf weiterleben. Im Winter sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Tiere, welche nach draussen gebracht werden, gegen die Kälte geschützt sind. Sei es mit einer schützenden Decke, welche an einer Seite der Aufenthaltsbox offen gelassen wird oder mit einem Wärmestrahler. Das Haus sollte mindestens 20 Minuten gut durch gelüftet werden, bevor die Tiere wieder hinein dürfen.
      Deshalb sollten keine beschichteten Geräte in der Nähe von Tieren verwendet werden. In einem anderen Zimmer, welches mit einer Tür verschlossen wird, und während des Einsatzes der Geräte sehr gut durchlüftet ist, können solche Geräte verwendet werden. Jedoch gibt es im Handel mittlerweile gute Ersatzmaterialien wie Edelstahl, Keramik oder Emaille und es wäre ratsam, auf solche Materialien auszuweichen.

      Grüssle Sue :blume1